Der Campingmarkt boomt schon seit längerem und wird aktuell durch die Corona Pandemie weiter angefeuert. Viele Menschen entscheiden sich für Wohnmobile und Caravans als das neue und bevorzugte mobile Urlaubsdomizil. Moderne Fahrzeuge bieten einen Komfort, der neben dem Wohn- und Schlafzimmer auch Küche und Bad umfasst. Dabei ist natürlich die Versorgung mit frischem Trinkwasser mindestens so wichtig wie die Verfügbarkeit von Energie. Nur so ist Autarkie gewährleistet und das positive Urlaubsgefühl garantiert.

Dabei sind Hersteller von Reisemobilen seit 2009 gemäß der Norm DIN 2001-2 verpflichtet, Fahrzeugneubauten mit trinkwassergerechten Wassersystemen auszustatten. Sobald allerdings das Wasser aus einem öffentlichen Versorgungsnetz entnommen wird, liegt die Reinhaltung des Trinkwassers natürlich in der eigenen Verantwortung. Hinzu kommt, dass bei diesem Ansatz das Wasser bei Befüllung bereits sehr sauber und unbedenklich sein muss – aber ist das an jedem Reiseziel auch wirklich garantiert?

 

Geruch, Geschmack und Schadstoffe

Fast jeder kennt das - Wasser, welches länger bei Umgebungstemperatur in Tanks gelagert wird, kann einen muffigen Geruch und Geschmack annehmen. Je nach Ursprung des Wassers bedrohen gelöste Schadstoffe wie z.B. Pestizide die Gesundheit. Helfen kann ein Wasserfilter. Es gibt unzählige Produkte auf dem Markt und die Auswahl erscheint schnell schwierig. Absolut zu empfehlen sind Aktivkohlefilter, die beste Leistung liefern Blockfilter aus gesinterter Aktivkohle. Qualitativ hochwertige Produkte sind an unabhängigen Zertifizierungen, also Prüfsiegeln erkennbar. Weltweit führend bei der Untersuchung und Bewertung von Filtern ist die amerikanische „National Sanitary Foundation“, kurz NSF.

Das NSF vergibt international anerkannte Zertifikate für verschiedene Leistungsmerkmale von Filtern. NSF/ANSI 42 steht für ästhetische Effekte wie z.B. Geruch und Geschmack, NSF/ANSI 53 (über 50 gesundheitsbezogene Schadstoffe zu denen auch Schwermetalle gehören) oder den Standard NSF/ANSI 401, welcher die Reduktionsanforderungen für neue „moderne“ Umweltgifte wie Medikamente, Pestizide und anderen chemischen Rückständen aus der Industrie beschreibt.

 

Viren und Bakterien im Trinkwasser

Viren und Bakterien können große negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Selbst geringe Keimzahlen können zum Beispiel zu Durchfallerkrankungen führen. Schon nach wenigen Stunden Standzeit des Wassers in einem Vorratstank, insbesondere bei Temperaturen über 20°C kann sich die Keimbelastung des Wassers deutlich erhöhen. Viele Kunststoffe, wie zum Beispiel PVC fördern durch ihre Bioaktivität die Besiedlung von Mikroorganismen. Es bildet sich eine Art Schleimschicht, der sogenannte „Biofilm“. Eine regelmäßige Reinigung der Tanks und eine Spülung der Leitungen ist somit mindestens vor- und nach jeder Reise dringend zu empfehlen. Wenn das System nach einer Reise gespült wurde, sollte man es am besten trocknen lassen. Der Prozess kann zum Beispiel mittels Druckluft unterstützen werden, dabei sollte der Druck aber nicht zu hoch sein und es darf nur Luft aus ölfreien Kompressoren verwendet werden. Die Befüll- und Reinigungsöffnungen sollten geöffnet bleiben sofern Staubschutz gesichert ist.

 

Entkeimung mittels UV-Licht

Doch was tun, wenn Wasser auf einer Reise im Tank verkeimt oder bereits verkeimtes Wasser gezapft wird? Hier können moderne LED basierte UVC Desinfektionsgeräte helfen. UVC Desinfektion ist ein seit langem bekanntes und erprobtes Verfahren, welches in der öffentlichen und industriellen Wasseraufbereitung und Versorgung weltweit in teils riesigem Maßstab eingesetzt wird. Doch ausgerechnet für kleine, dezentrale Wasseraufbereitungen, am sogenannten „Point of Use“ war der Einsatz aus technischen Gründen quasi unmöglich und chemische Desinfektion mittels Chlorung oder Silberionen schienen die einzige Lösung. Klassische UV Anlagen benötigen einfach zu viel Energie und können quasi nur im Dauerbetrieb operieren. Häufige An- und Ausschaltvorgänge führen zu einem schnellen Ausfall der Lampen und die Trägheit beim Anschaltvorgang lässt es nicht zu, mal kurz ein Glas Wasser zu zapfen.

UVC LEDs hingegen können beliebig oft An- und Ausgeschaltet werden und ihre Desinfektionsleistung steht in Nanosekunden zur Verfügung. Trotzdem gibt es auch hier gute und schlechte Systeme und wie bei den Filtern auch, helfen unabhängige Produkttests und Zertifikate bei der Auswahl. Die NSF bietet mit der NSF55 Zertifizierung ein sehr hohes Maß an Sicherheit vor gefährlichen Erkrankungen. Es gibt aber noch höhere Standards, zum Beispiel die deutsche Richtlinie W294 des DVGW.

 

HYTECON HYPRO WATER

Soll man jetzt einen Aktivkohlefilter und eine UVC LED Entkeimungsanlage kaufen? Wie werden die Geräte installiert? Funktionieren die Filter und Entkeimung miteinander?

Die Firma HYTECON aus der Schweiz hat sich intensiv mit dem Thema chemikalienfreie Wasseraufbereitung an der Zapfstelle (POU) beschäftigt und in den vergangenen Jahren ein kompaktes Gerät entwickelt, welches Filtration und Desinfektion mit UVC LEDs perfekt kombiniert. In der Größe eines Toasters einfach im Spülenunterschrank verbaut und zwischen Tank und Wasserhahn installiert, bekommt der Camper ein kleines Trinkwasserwerk für seine Reise. Der sogenannte HYPRO WATER hat eine komfortable Leistung von 3 Litern pro Minute. Mit dem 240V Steckdose verbunden, befindet sich der HYPRO in einem sparsamen Standby-Betrieb. Sobald der Wasserhahn geöffnet wird, erkennt ein Sensor einen Wasserfluss und schaltet die energiesparenden LEDs in Nanosekunden ein. Das Wasser wird effektiv zuerst durch einen gesinterten Aktivkohleblockfilter von Geruchs-, Geschmacks- und Schadstoffen befreit und danach desinfiziert. Der HYPRO WATER erfüllt die NSF Klassen 42, 53, 55 und 401 und wurde zusätzlich vom deutschen Technologiezentrum Wasser des DVGW auf seine Entkeimungsleistung entsprechend der W294 untersucht. Perfektes Wasser mit perfektem Geschmack, egal wo die Reise hingeht. So können Campingliebhaber sogar auf die Mitnahme von wenig nachhaltigem Flaschenwasser verzichten und reduzieren Gewicht und Plastikabfälle.

 

 

 

ZUSAMMENFASSUNG

  1. Trinkwassersysteme in Wohnmobilen und Caravans müssen regelmäßig gewartet und gereinigt werden, um der Bildung von Biofilmen vorzubeugen.
  2. Nicht immer ist der Ursprung des Wassers bekannt. Je nach Land oder Region kann die Qualität mit Blick auf Schadstoffe, Viren und Bakterien sehr unterschiedlich sein.
  3. Wasser erwärmt sich in Tanks sehr schnell auf Umgebungstemperaturen. Ist nur eine leichte Verkeimung vorhanden, kann bei Temperaturen über 20°C die Keimzahl schnell ansteigen. Schon eine geringe Bakterielle Verunreinigung kann zu schwerwiegenden Krankheiten führen.
  4. Wasser kann heutzutage mit der richtigen Filtertechnologie auf das Niveau eines deutschen Trinkwasserwerkes gehoben werden. Unabhängige Zertifizierungen und Produkttests wie zum Beispiel durch das NSF, helfen bei der Auswahl der richtigen Anlage und geben Sicherheit für den Betrieb.
  5. Der HYPRO WATER von HYTECON erfüllt alle wichtigen Normen und Standards für die Wasseraufbereitung und ist eine sehr gute Wahl für anspruchsvolle und gesundheitsbewusste Camper
  6. Chemikalienfreie Trinkwasseraufbereitung mit dem HYPRO ist umweltfreundlich und nachhaltig. Die Mitnahme von Flaschenwasser ist unnötig und es muss weniger Müll entsorgt werden.

 

Written by Joern Lohmann